Management invasiver Wasserpflanzen

(gemäß der EU Richtlinie 1143/2014)

Das europäische Parlament und der Rat der europäischen Union hat am 22. Oktober 2014 eine Verordnung über die Prävention und das Management der Einbringung und Ausbreitung invasiver gebietsfremder Arten verabschiedet. Gemäß Artikel 17 der Verordnung müssen für die auf der unionsweit gültigen Liste aufgeführten invasiven Arten in ihrer frühen Phase der Invasion sofort Bekämpfungsmaßnahmen durchgeführt werden. Das Ziel der Bekämpfungsmaßnahmen ist dabei die vollständige Beseitigung der Bestände invasiver Arten. 

Auf der unionsweiten Liste sind sieben Wasserpflanzenarten gelistet, von denen einige Arten bereits in Deutschland vorkommen. Für diese Arten müssen daher sofort Bekämpfungsmaßnahmen ergriffen werden.

Tabelle 1: Liste der invasiven Wasserpflanzen unionsweiter Bedeutung

Deutscher Name Wissenschaftlicher Name Verbreitung in Deutschland
Karolina-Haarnixe Cabomba caroliniana Westdeutschland
Wasserhyazinthe Eichhornia crassipes nur unbeständige Vorkommen
Großer Wassernabel Hydrocotyle ranunculoides Westdeutschland
Große Scheinwasserpest Lagarosiphon major Süd- und Westdeutschland
Großblütiges Heusenkraut Ludwigia grandiflora Nordwest- und Westdeutschland
Flutendes Heusenkraut Ludwigia peploides kein Nachweis in Deutschland
Brasilianisches Tausendblatt Myriophyllum aquaticum vor allem Westdeutschland

Die vollständige Beseitigung invasiver Wasserpflanzenarten erfordert art- und gewässerspezifische Managementverfahren. Die Firma Jackels Umweltdienste ist dabei Ihr Ansprechpartner bei der Erfassung und Dokumentation der Bestände, entwickelt für Sie spezifische Managementpläne und führt die Beseitigungsmaßnahmen für Sie durch. Unter der Leitung von Dr. Andreas Hussner, dem führenden Experten im Bereich invasiver Wasserpflanzen in Deutschland, bietet die Firma Jackels Umweltdienste Ihnen somit alle Dienstleistungen an, die Sie für eine erfolgreiche Bekämpfung invasiver Wasserpflanzen benötigen.

Dr. Andreas Hussner arbeitet seit mehr als 10 Jahren mit invasiven Wasserpflanzen. Während mehrerer, mehrmonatiger Forschungsaufenthalte am National Institute of Water and Atmospheric Research in Neuseeland, wo er in einer der weltweit führenden Arbeitsgruppe im Bereich der Bekämpfung invasiver Arten mitarbeitete, war er in der Entwicklung neuer Bekämpfungsmethoden beteiligt. Er ist als Mitglied von Expertenarbeitsgruppen der European and Mediterranean Plant Protect Organization (EPPO) zur Erstellung von Risikoabschätzungen invasiver Wasserpflanzen. Er ist Autor zahlreicher Artensteckbriefe zu invasiven Wasserpflanzen (u.a. für das Nordic and Baltic Network of invasive species, NOBANIS; das Bundesamt für Naturschutz, BfN; und das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz, LANUV NRW) und Autor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen zu invasiven Wasserpflanzen und deren Bekämpfung. Er führte eine Pilotstudie zur Ausrottung des ersten Bestandes vom Großblütigen Heusenkrauts in Deutschland (im Auftrag des Julius-Kühn-Instituts, Braunschweig) durch und ist Mitglied der projektbegleitenden Arbeitsgruppe (PAG) zum F+E Vorhaben „EU-Verordnung zu invasiven Arten: Listenvorschläge und Priorisierung der Einbringungspfade für invasive Arten von unionsweiter Bedeutung in Deutschland“.

Managementbeispiele

Management des Großblütigen Heusenkrauts

In einer Pilotstudie wurde im Auftrag des Julius-Kühn-Instituts (Braunschweig) der erste Bestand des Großblütigen Heusenkrauts in Deutschland bekämpft. In dem Altarm der Leda in Ostfriesland wurden ca. 25 t Pflanzenmaterial fachmännisch entfernt, und bereits nach dem ersten Jahr war der Bestand um  > 99 % reduziert. Derzeit finden einmal jährlich eintägige Nachkontrollen statt, um auch die letzten Pflanzen zu entfernen.

Management des Großblütigen Heusenkrauts (Ludwigia grandiflora)
Management des Großblütigen Heusenkrauts (Ludwigia grandiflora)

Management des Verschiedenblättigen Tausendblatts mit dem Hydro-Venturi-Verfahren

Für untergetaucht wachsende Wasserpflanzen (vor allem für Wasserpestarten, Elodea spp.) wurde in Deutschland bisher fast ausschließlich eine Bekämpfung mittels Mähbooten durchgeführt. Diese Methode führt jedoch fast nie zu einer Ausrottung von Beständen invasiver Wasserpflanzen. Eine neue und wesentlich effizientere Methode ist jedoch das Hydro-Venturi Verfahren, bei dem die Wasserpflanzen mit dem Wurzelwerk aus dem Sediment gespült und dann aufgesammelt werden. Für flache und für Boote unzugängliche Gewässer und kleine Bestände haben wir eine spezielle Apparatur entwickelt die es uns erlaubt, auch unter solchen Bedingungen Wasserpflanzen nachhaltig zu bekämpfen.

Bekämpfung vom Verschiedenblättrigen Tausendblatt mit dem Hydro-Venturi-Verfahren. Linkes Bild: Durchführung des Managements; Rechtes Bild: Nicht behandelter Bestand (links im rechten Bild) und gemanagter Bereich acht Monate nach dem Management (rechts im rechten Bild).

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